Wegen iPhone neue Atomkraftwerke benötigt
Die Online-Seite des Mediums Blick.ch berichtet, dass die Schweiz eventuell ein weiteres Atomkraftwerk bauen müsste, wenn der Verbrauch durch “iPhones, Flachbildschirme, iPods und Playstations weiter ansteige. Die Schweizerische Agentur für Energieeffizienz (Safe, Infoseite) rechnet bereits 15 Prozent des aktuellen Gesamtverbrauchs den mobilen Geräten zu, bzw. den “Hightech-Spielzeugen” wie es im zitierten Artikel genannt wird. Es handele sich um jährlich 2,6 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Die Internationale Agentur für Energie (IAE, Internetseite, Wikipedia) rechne in den nächsten 20 Jahren sogar mit einer Verdreifachung des entsprechenden Stromverbrauchs. Einziges aber auch wirkungsvolles Gegenmittel könnten neue Effizienzrichtlinien für elektronische Geräte sein.
Die “Safe” ist übrigens als eingetragener Verein organisiert und engagiert sich im offiziellen Auftrag des Staates:
Haushaltgeräte, Bürogeräte, Geräte der Unterhaltungselektronik und künstliche Beleuchtung machen zur Zeit rund 30 % des Gesamtstromverbrauchs aus. Zusammen mit den Bereichen Haustechnik und Elektrowärme liegt der Verbrauchsanteil bei über 50 %. Dies entspricht elektrischer Energie für ca. 4,7 Milliarden Franken pro Jahr. In den meisten Gerätekategorien gibt es stromsparende Produkte, die ohne Komfortverlust 30 % bis 80 % weniger Elektrizität verbrauchen als Durchschnittsgeräte. Dieses wirtschaftlich interessante Stromsparpotenzial in Milliardenhöhe liegt noch weitgehend brach.
Die informative Seite ist übrigens viersprachig und auf den ersten Blick gibt es dort zahlreiche wertvolle Links sowie herunterladbare Informationen über und zu dem Thema Energieeffizienz, so dass wir uns sicherlich die Adresse für einen erneuten Besuch vormerken sollten.
Übrigens scheint es etwas ähnliches auch in Deutschland zu geben: Die Deutsche Energie-Agentur: DENA. (Info, Wikipedia). Hierbei handelt es sich dem Wikipedia-Eintrag zufolge jedoch um eine GmbH, die zu etwa der Hälfte von den vier großen Stromversorgern (E.on, EnBW, RWE, Vattenfall Europe) finanziert wird und unter Atomkraftgegnern anderem dadurch negativ aufgefallen sein soll, dass sie bei einem Verzicht auf Atomenergie eine “Stromlücke” voraussagte.
